10 gute Gründe, eine skandinavische Sprache zu lernen

Keine Frage, mit Englisch kommt man in Skandinavien bestens zurecht. Fast alle Dänen und Schweden, Norweger, Finnen¹, Isländer und Färöer sprechen Englisch. Oft fließend, mindestens aber so gut, dass es für ein kurzes Gespräch ausreicht – für die Frage nach dem Weg oder eine Bestellung im Café beispielsweise. Und wo man wider Erwarten nicht verstanden wird, kommt man oft mit Deutsch weiter.

Weshalb also sollte man sich die Mühe machen, Dänisch oder Schwedisch zu lernen, einen Norwegisch- oder Isländisch-Sprachkurs zu belegen oder gar Finnisch zu lernen?

10 gute Gründe, eine skandinavische Sprache zu lernen

Für alle Liebhaber des Nordens, denen der letzte Motivationskick noch fehlt, eine skandinavische Sprache zu lernen, haben wir hier 10 gute Gründe zusammengestellt:

  1. Für Lernmuffel: Die festlandskandinavischen Sprachen Dänisch, Norwegisch und Schwedisch sind eng mit dem Deutschen verwandt – ein klarer Vorteil, wenn es ans Lernen von Vokabeln und Grammatik geht! Außerdem sind sich die drei Sprachen auch untereinander sehr ähnlich. Das heißt, wer einmal Dänisch, Norwegisch oder Schwedisch gelernt hat, versteht auch von den beiden anderen schon ziemlich viel.
  2. Für Urlauber: Wer die Speisekarte in der Landessprache lesen kann, ist klar im Vorteil, denn schwedischer Surströmming oder isländischer Hákarl sind sicher nicht jedermanns Geschmack.
  3. Für Auswanderer oder solche, die es werden wollen: Die Menschen im Norden mögen wortkarg sein, trotzdem gilt: Wer bei und mit ihnen leben will, der muss auch mit ihnen reden können. Das verbessert die Jobchancen, erleichtert die Kontaktaufnahme und fördert die Integration in die lokale Gemeinschaft.
  4. Für Geschäftsleute: Wer seine Geschäftspartner in deren Muttersprache begrüßen, sich für eine Aufmerksamkeit bedanken oder zum Geburtstag gratulieren kann, signalisiert Interesse und Wertschätzung. Das lockert die Stimmung und ist ein optimaler Einstieg ins Geschäftsgespräch.
  5. Für Krimifans: Spannung im Original – endlich nicht mehr auf die deutsche Übersetzung des Lieblingsautors warten müssen! Ab sofort gibt es Arne Dahl auf Schwedisch und Jussi Adler Olsen auf Dänisch, Arnaldur Indriðason auf Isländisch und Anne Holt auf Norwegisch.
  6. Für Literaten: „Der Nobelpreis in Literatur geht an …“: Literaturfans mit Schwedischkenntnissen haben die Nase vorn, denn sie verstehen, die Begründung des Nobelpreiskomitees für die Vergabe des Nobelpreises vor allen anderen.
  7. Für Cineasten: Unkonventionelle Regisseure, packende Serien und Filme, die unter die Haut gehen – viele innovative Film- und Fernsehprojekte kommen aus dem Norden. Wer seine Wortschatz trainieren möchte, sieht die Filme von Lars von Trier und Aki Kaurismäki oder Serien wie Borgen und Kommissarin Lund im Original.
  8. Mehrwert beim Ikea-Bummel: Warum heißt der Kinderhocker Försiktig und die Hängeleuchte Brasa? Was verspricht der Treteimer Strapats und die Schrankkombination Bestå? Wer Schwedisch spricht, versteht die Produktnamen von Ikea und vertraut beim nächsten Besuch der Schwiegermutter vielleicht auf die Kräfte des Schneebesens Hjälte.
  9. Für Naturfans: Der nächste Ausbruch kommt bestimmt! Island sorgt immer wieder mit Vulkanausbrüchen für Schlagzeilen. Wer Isländisch spricht, kann sämtliche der isländischen Zungenbrecher-Vulkane fehlerfrei aussprechen und darf sich damit der Bewunderung im Freundeskreis sicher sein.
  10. Zu guter Letzt: Ob Dänisch oder Norwegisch, Schwedisch oder Finnisch, Isländisch oder Färöisch – Sprachen lernen macht einfach Spaß!

 

¹ Nein, Finnisch ist natürlich keine skandinavische Sprache. Wir führen sie hier trotzdem mit auf, da es zwischen Finnland und den übrigen skandinavischen Ländern enge politische, historische und kulturelle Bande gibt und unser Angebot auch Finnischkurse umfasst.